Bâloise verkauft ein Fünftel seines deutschen …

Bâloise verkauft ein Fünftel seines deutschen Lebensbestandes an Frankfurter Leben

17.09.2015

Bâloise verkauft ein Fünftel seines deutschen Lebensbestandes an Frankfurter Leben © fotomek / Fotolia.com

Die Frankfurter Leben-Gruppe hat den kompletten Lebensversicherungsbestand der deutschen Niederlassung der zur Versicherungsgruppe Bâloise gehörenden Basler Leben AG gekauft. Der Bestand umfasst eine Versicherungssumme von 1,9 Milliarden Schweizer Franken.

Damit geht nach Auskunft von Bâloise ein Fünftel des Gesamtbestandes an traditionellen Lebensversicherungen in Deutschland an die Frankfurter Leben. Bereits seit 2012 sei über die deutsche Niederlassung kein Neugeschäft mehr gezeichnet worden. Der Bestand der Basler Lebensversicherungs-AG in Hamburg in Höhe von rund 7,7 Milliarden Schweizer Franken ist von der Transaktion offenbar nicht betroffen.

Die Transaktion muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Mit dem Abschluss rechne man im ersten Halbjahr 2016, wie ein Bâloise-Sprecher betont.

Alle gut 120.000 Versicherungsverträge gehen auf die Frankfurter Leben über, sie wird das Geschäft eigenständig fortführen. Die für den Bestand tätigen rund 100 Mitarbeiter werden ein „Überleitungsangebot“ erhalten und können im Rahmen eines Betriebsübergangs weiter für die Frankfurter Leben tätig sein. Auch die gesamte Infrastruktur einschließlich der IT-Systeme wird übernommen, so dass es für Kunden keine Brüche geben werde, teilt die Frankfurter Leben-Gruppe mit. Kunden sollen von der Konzentration auf Service und geringe Kosten profitieren. Sie erhalten alle zugesicherten vertraglichen Leistungen sowie eine marktkonforme Beteiligung an den Überschüssen.

Mit der Verkaufsvereinbarung – zum Transaktionspreis wurden keine Angaben gemacht – führt die Bâloise ihre Fokussierung auf „moderne, kapitalschonende Lebensversicherungen“ weiter, wie CEO Martin Strobel mitteilt. Traditionelle Lebensversicherungen gehören demnach nicht mehr zu den Zielfeldern des Neugeschäfts in Deutschland. Man fokussiere sich stattdessen auf „biometrische Risikoprodukte“, wie Unfall-, Alters- und Invalidenrisiken sowie „kapitaleffiziente Fondsprodukte“.

Die Frankfurter Leben-Gruppe will sich künftig als eine spezialisierte Konsolidierungsplattform im deutschen Lebensversicherungsmarkt etablieren, die sich ganz auf den Erwerb von Lebensversicherungsbeständen und -versicherern in Deutschland konzentriert.

Elke Pohl

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