07. 05. 2012 - Welche Versicherungen …

07. 05. 2012 - Welche Versicherungen brauchen junge Familien?

(ac) Deutschland bekommt mehr Kinder: Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Geburten 2010 um 1,9% auf 678.000 gestiegen. Auch 2011 wird sich dieser positive Trend voraussichtlich weiter fortsetzen. Viele frischgebackene Eltern stellen sich daher die Frage: Welche Versicherung braucht mein Nachwuchs? Kündigt sich das erste Baby an, gibt es für die Eltern vieles zu organisieren: Kinderwagen, Babyausstattung und Familienauto stehen ganz oben auf der Liste. Aber wie sieht es mit dem Versicherungsschutz für den Nachwuchs aus? Wichtig, wenn sich die Lebensumstände ändern, ist auch ein Blick in den Versicherungsordner. Werdende Eltern sollten daher eine Bestandsaufnahme machen und prüfen, ob sie und ihr Kind ausreichenden Schutz genießen. Die wichtigsten Fragen rund um das Thema Absicherung beantwortet CosmosDirekt-Expertin Silke Barth.Welchen Versicherungsschutz brauchen Familien?„Das A und O ist, dass die Eltern zunächst selbst gut finanziell abgesichert sind. Beide sollten eine Risikolebensversicherung abschließen, damit der Nachwuchs im Ernstfall versorgt ist. Die Versicherungssumme sollte laut Stiftung Warentest das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens betragen. Im Todesfall kann sie auf einmal oder als monatliche Rente ausgezahlt werden.“Benötige ich als Hausfrau und Mutter eine Berufsunfähigkeitsversicherung?„Gerade Hausfrauen – und Hausmänner – brauchen eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie zahlen keinerlei Beiträge in die Rentenkasse ein und haben daher oft kaum oder gar keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, falls sie durch Krankheit oder Unfall plötzlich nicht mehr für Haushalt und Familie sorgen können. Viele Versicherer bieten einen Einsteigertarif an, der die oftmals stark beanspruchte finanzielle Lage junger Familien berücksichtigt.“Brauche ich eine eigene Haftpflicht für mein Kind?„Wer Nachwuchs erwartet, für den ist der Familientarif in der Haftpflichtversicherung ein Muss. Alle Kinder sowie der Ehe- oder Lebenspartner sind so geschützt. Ein Kind bis zum 7. Lebensjahr haftet zwar nicht selbst, falls es zum Beispiel versehentlich das Auto des Nachbarn beim Spielen zerkratzt. Haben die Eltern jedoch ihre Aufsichtspflicht verletzt, müssen sie bzw. ihre Haftpflichtversicherung für den entstandenen Schaden aufkommen.“Wie sinnvoll ist eine Kindererwerbsunfähigkeitsversicherung – auch Invaliditätspolice genannt?„Eine dauerhafte Krankheit ist laut Statistik das Hauptrisiko dafür, dass ein Kind invalide wird und finanziell nie auf eigenen Beinen stehen kann. Kindererwerbsunfähigkeitsversicherungen garantieren sowohl bei Krankheiten als auch bei Unfällen eine lebenslange Rente.“In welchen Fällen sollte ich auf eine Unfallversicherung setzen?„Kinder sind besonders gefährdet, sich beim Klettern, Toben oder Inlineskaten zu verletzen. Dabei besteht für sie die meiste Zeit kein gesetzlicher Unfallschutz: Dieser greift nur in der Schule, im Kindergarten sowie auf dem direkten Hin- und Rückweg. Verletzt sich das Kind beispielsweise durch einen Radfahrunfall schwer, kommt die Krankenkasse zwar für die Behandlungskosten auf. Sie zahlt jedoch nicht für Folgekosten, falls etwa ein behindertengerechter Umbau notwendig werden sollte.“Was ändert sich bei der Krankenkasse, wenn ich ein Kind bekomme?„Sind die Eltern bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, ist das Kind automatisch und beitragsfrei über die Familienversicherung mit abgesichert. Privat Versicherte müssen für ihre Kinder einen separaten Beitrag zahlen. Achtung: Ist man beispielsweise als Selbstständiger freiwillig Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse, ist das Baby nicht automatisch mitversichert. Der Vertrag muss dementsprechend geändert werden.“

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